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So groß wie China ist, so vielfältig ist auch die chinesische Küche. Es ist also unmöglich, von einer typisch chinesischen Küche zu sprechen. Vielmehr gibt es in Anbetracht der vielen chinesischen Regionen und ihrer Boden- und Klimaverhältnisse auch unterschiedliche Regionalküchen.

Die Peking-Küche
… kombiniert Elemente aus der kaiserlichen Palastküche mit der Kantonküche. In dieser feudalen Tradition hat sich eine besonders aufwendige Küche entwickelt. Vorspeisen werden zu kunstvollen Tierdarstellungen (z. B. Phönix oder Drache) arrangiert, die dem Wandschmuck des Großen Tempels in Peking nachempfunden sind. Die Mahlzeiten sind kräftiger als sonst in China üblich: Die Peking-Küche verwendet viel Öl und Fett.

Spezialitäten der Peking-Küche: Peking-Ente, Frühlingsrollen und Wan-Tan-Suppe.

Die Shanghai-Küche
… im Osten bringt viel frischen Fisch, Schalen- und Krustentiere auf den Tisch. Charakteristisch für Shanghai ist eine Kochtechnik: das Rotkochen. Aus dunkler Soja-Sauce und Reiswein wird ein Fond bereitet, in dem das Gargut (Fisch, Fleisch oder Geflügel) mehrere Stunden köchelt.

Spezialitäten aus Shanghai: “Shanghai”-Crab (knusprig gebratene Shrimps), Aal in Öl und “Tausendjährige Eier”.

Die Szechuan-Küche
… verwendet viel roten Chili und Szechuan-Pfeffer. Besonders die Vorliebe für kontrastreiche Mahlzeiten ist hier besonders ausgeprägt: scharf und mild, heiß und kalt, fest und weich werden gern in einem einzigen Gericht kombiniert.

Szechuan Spezialitäten: Scharf-Sauer-Suppe, Fischsauce, zweifach gekochtes Schweinefleisch.

Die Kanton-Küche
… ist wohl die prominenteste der vier Chinesischen Küchen. Hier gibt es eine verschwenderische Vielfalt von Zutaten, denn im milden Süden gedeiht einfach alles: Gemüse, tropische Früchte, Reis, Getreide, Kartoffeln. Daneben gibt es viele Schweine- und Geflügelfarmen, die Fischzucht ist weit verbreitet.

Spezialitäten aus Kanton: Süß-Sauer-Gerichte und ganz kurz gegarte Köstlichkeiten aus dem Wok. “Wok” ist die kantonesische Bezeichnung für Pfanne.